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25 Jahre VIX-Index in Zahlen

2. Mai 2018

Im April 1993 hat die CBOE den Volatilitätsindex VIX auf den S&P 500 eingeführt. Grund genug dafür, um uns zum 25. Jahrestag einige interessante Fakten über den meist betrachteten Volatilitätsindex anzuschauen.

 

Funktionsweise des VIX

Der Volatilitätsindex des S&P 500 (VIX) gibt die vom Markt erwartete Schwankungsintensität für den S&P 500 an. Der VIX wird anhand von Optionspreisen mit 30 Tagen Restlaufzeit auf den S&P 500 berechnet. Ein hoher Wert weist oft auf einen unruhigen (fallenden) Markt hin, während niedrigere Werte auf einen gesunden Bullenmarkt schließen lassen.

 

Fakten zum VIX-Index

Betrachten wir einige interessante Daten über den VIX-Index genauer. Folgende Grafik zeigt uns, dass

» der maximale Tagesschlusskurs am 20. November 2008 80,86 betrug,

» der durchschnittliche tägliche Schlusskurs 19,4 betrug,

» der mediane Tagesschlusskurs 17,5 betrug,

» und der niedrigste Tagesschlusskurs am 3. November 2017 bei 9,14 lag.

VIX-Index

Quelle: CBOE

Der VIX stieg seit Januar 1990 an 45 Tagen um mehr als 25% und fiel an vier Tagen um mehr als 25%. Der größte prozentuale Anstieg des VIX war am 05. Februar dieses Jahres, was zu einigen Verwerfungen bei den Volatilitäts-ETPs geführt hat.

Biggest Moves VIX Index

Quelle: CBOE

Diese Werte sollten gerade Optionshändler, die Stillhalterstrategien handeln, genauer betrachten. Werden Optionen verkauft, dann wird ebenfalls Volatilität verkauft, denn ein Anstieg der Volatilität führt zu steigenden Optionspreisen. Deshalb immer Optionen mit einer hohen Volatilität verkaufen, so kann man ein Fallen der Volatilität (Mean-Reversion-Effekt) nutzen.

 

Korrelation zum S&P 500

„Steigt der S&P 500 fällt die Volatilität (VIX) – fällt der S&P 500 steigt die Volatilität (VIX)“, so der Merksatz vieler Händler. Normalerweise ist dies auch der Fall, da die meisten Marktteilnehmer Aktien long halten, sichern sie sich während Kursrückgängen ab, was einen steigenden VIX zur Folge hätte. Steigt dagegen der S&P 500 an, fällt das Verlangen nach Absicherung und der VIX fällt.

In den folgenden Tabellen ist die Korrelation des VIX mit einigen Indizes aufgelistet:

Korrelation SPX VIX

Quelle: CBOE

In rund 70-80% der Fälle herrscht eine negative Korrelation zwischen dem S&P 500 und dem VIX, in der Finanzkrise war dieser Wert mit 82% sogar höher. Wie man diese Korrelation nutzen kann, habe ich bereits in zwei früheren Blogbeiträgen beschrieben:

» Volatilitätsanstieg bei steigendem S&P 500

» Volatilitätseinbruch bei fallendem S&P 500

 

VIX-Optionen und -Futures

2004 wurden Futures auf den VIX-Index eingeführt. Dabei stieg das durchschnittliche tägliche Volumen von 17.500 im Jahr 2010 auf mehr als 360.000 alleine im ersten Quartal 2018.

VIX Futures

Quelle: CBOE

Ähnlich verhält es sich mit den VIX-Optionen, diese wurden 2006 eingeführt. Hier stieg das tägliche Volumen von 250.000 im Jahr 2010 auf mehr als 1,06 Millionen für das erste Quartal 2018.

VIX Optionen

Quelle: CBOE

Sowohl die Volatilitäts-ETPs, als auch die VIX-Futures/ Optionen haben ein Eigenleben, das für Anfänger schwer verständlich ist. Gerade für Trader, die neu im Handel der Volatilität sind, empfiehlt sich erst der Handel mit den ETPs, da hier sehr geringe Positionsgrößen gehandelt werden können.

Der Handel mit den VIX-Futures ist da schon eine andere Hausnummer: Hier beträgt ein VIX-Punkt 1.000 Dollar im Future. Wer hier keine passende Strategie hat wird große Probleme bekommen. Auch ist der Handel der VIX-Optionen nur etwas für Volatilitätsprofis. Der Multiplikator beträgt hier zwar nur 100 Dollar pro VIX-Punkt, die Preisstellung der VIX-Optionen auf den Index bezieht sich aber auf den jeweiligen Future!

 

Fazit

Der Handel der Volatilität ist trotz der Pleite des XIV und des Absturz des SVXY von Anfang Februar dieses Jahres nicht tot. Der Anstieg des Volumens sowohl bei den Optionen als auch bei den Futures zeigt, dass der Handel der Volatilität nach wie vor lebt. Für Einsteiger ist dies aber immer noch eher ungeeignet, oder es sollten zumindest sehr kleine Positionsgrößen gewählt werden, denn binnen Stunden kann es zu extremen Bewegungen kommen. Diese explodierende Volatilität ist sowohl für Volatilitätshändler, als auch für Stillhalter von S&P 500 Puts gefährlich.

Ich möchte aber auch nicht alles schwarz reden, ist die Volatilität einmal richtig verstanden, lässt sich damit sehr gutes Geld verdienen. Gerade nach einer Volatilitätsexplosion kann man in kurzer Zeit eine hohe Performance erzielen. Auch wir handeln regelmäßig Puts auf den S&P 500 und traden Volatilitäts(termin)produkte. Die Gefahren, auf die ich heute (wieder einmal) hingewiesen habe, sollte man aber immer im Hinterkopf behalten!

 

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Autor: Alexander Eichhorn
Kategorien: Hintergrundwissen, Volatilität
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