Sie möchten neue Blogbeiträge nicht verpassen und zudem weitere aktuelle Informationen über den professionellen Optionshandel erhalten?

 

Dann abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Newsletter.

Newsletter abonnieren

Erfahrungen & Bewertungen zu Eichhorn Coaching

Login

Volatilitätseinbruch bei fallendem S&P 500

15. Februar 2018

Vor einer Woche habe ich einen Blogbeitrag zu „Volatilitätsanstieg bei steigendem S&P 500“ veröffentlicht (Verpasst? Ihr findet ihn hier). Heute gibt es das Gegenstück, und zwar, was passiert bei einem Volatilitätsrückgang bei fallendem S&P 500.

 

Negative Korrelation

Die entgegengesetzte Korrelation zwischen VIX und SPX habe ich in dem Beitrag letzte Woche ausführlich beschrieben. Nochmals kurz zur Wiederholung: Steigt der S&P 500 fällt die Volatilität (VIX) – fällt der S&P 500 steigt die Volatilität (VIX). Dies ist in ca. 80% der Fälle so, da die meisten Marktteilnehmer Aktien long halten, sichern sie sich während Kursrückgängen ab, was einen steigenden VIX zur Folge hätte. Steigt dagegen der S&P 500 an, fällt das Verlangen nach Absicherung und der VIX fällt. Was ist aber, wenn sich der VIX bei einem fallendem SPX ebenfalls verringert?

 

S&P 500 und VIX fallen

Bei einem fallenden S&P 500 sollten eigentlich die Nachfrage an Absicherungen, also von Optionen, ansteigen, da sich Anleger gegen Kursrückgänge absichern wollen. Fällt der S&P 500 und der VIX aber gleichzeitig, wird das Absicherungsniveau trotz fallendem Index weniger. Betrachtet man eine Auswertung mit den größten SPX Kursrückgängen, die mit fallendem VIX einhergingen, fällt einiges Erstaunliches auf:

Volatilitätsrückgang bei fallendem S&P 500

Quelle: Macroption; Datenquelle: CBOE

Bei den 20 größten SPX-Rückgängen (bei fallendem VIX) ist der SPX im Durchschnitt mit einem Wert von -0,07% nur ganz leicht im Minus. Das ist verwunderlich, da nach großen Verlusttagen ein weiterer Rückgang eigentlich erwartet werden sollte. Bei allen Werten war der VIX immer über 20, was eigentlich ebenfalls häufig zu Verlusten im S&P 500 führt.

Grund hierfür könnte das Smart Money sein, die bereits ihre Absicherungen verkaufen, da sie wissen (oder entscheiden), dass die Korrektur nun vorbei ist und nun von einem steigenden Markt profitieren möchten.

 

Mosaiksteinchen für die Tagesanalyse

In meiner Tagesanalyse schaue ich mir verschiedene Indikatoren und Daten an. Ich versuche anhand meiner Analyse Trends im Aktienmarkt rechtzeitig zu erkennen. „SPX down and VIX down“, also ein fallender S&P 500 bei einem fallendem VIX ist ein Teil meiner morgendlichen Analyse. Ich habe im folgenden Chart alle Tage markiert, an denen der Indikator eingetreten ist.

Chart - VIX down SPX down

Dem Signal allein für sich schenke ich nicht viel Beachtung. Tritt es aber mit anderen Panikzeichen (Zeichen für mögliche Tiefpunkte) funktioniert es gut. Dem Indikator schenke ich mehr Bedeutung, wenn der VIX bei fallendem SPX tief fällt (mehr als 5%).

Im nächsten Chart habe ich alle Tage markiert, an denen der Indikator eingetreten ist und der VIX mehr als 5% gefallen ist. Als Beispiel habe ich die Korrektur 2015 genommen:

Chart - VIX more than 5% down SPX down

Das Tief im August 2015 wurde exakt getroffen. Dies muss natürlich nicht immer so sein, es zeigt aber, dass das Signal einen Platz in der täglichen Analyse verdient hat. Übrigens ist am 07. Februar dieses Jahres der SPX zurückgegangen und der VIX um über 10% gefallen.

 

Fazit

Allein für sich hat das Signal kaum Aussagekraft, tritt es aber stärker (VIX fällt um über 5%) und mit anderen Panikzeichen auf, dann funktioniert es gut. Meine Erfahrung zeigt, dass dieses Signal bessere Ergebnisse liefert als das Gegenstück „SPX up VIX up“ (Blogeintrag: hier). Gier und die damit verbundenen Hochpunkte sind schwer zu erkennen. Handelt es sich aber um Panikzeichen, wie dieser Indikator und häufen sich die Panikzeichen, so haben wir eine sehr hohe Trefferquote, da Panik an den Märkten oft nur von kurzer Dauer ist. Ich werde nach und nach zu den einzelnen Signalen meiner Tagesanalyse weitere Blogbeiträge veröffentlichen.

 

Du möchtest neue Blogbeiträge und Seminartermine nicht verpassen und zudem weitere Informationen über den professionellen Optionshandel erhalten? Dann abonniere hier unseren kostenlosen Newsletter.

Fragen oder Anmerkungen? Dann schreibe uns eine E-Mail an info@eichhorn-coaching.de oder verwende die Kommentarfunktion.

Folge mir auf Twitter: @Alex__Eichhorn

 


Hinweis:

Dieser Beitrag dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Handel mit börsennotierten Wertpapieren kann zum Teil erheblichen Kursschwankungen unterliegen, die zu erheblichen Verlusten bis hin zum Totalverlust führen können. Bei jeder Anlageentscheidung, die Sie aufgrund von Informationen, welche aus Inhalten dieser Seite hervorgehen, treffen, handeln Sie immer eigenverantwortlich, auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Inhalte, wie z.B. Handelssignale und Analysen, beruhen auf sorgfältiger Recherche, welchen Quellen Dritter zugrunde liegen. Diese Quellen werden von dem Autor als vertrauenswürdig und zuverlässig erachtet. Der Autor übernimmt gleichwohl keinerlei Gewährleistung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte und haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Autor: Alexander Eichhorn
Kategorien: Tagesanalyse, Volatilität
Schlagwörter: ,

Beitrag kommentieren

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise.

* Pflichtangabe