Was ist der Upside Volatility Skew?

Bei Volatilitätsoptionen unterscheiden sich die impliziten Volatilitäten einzelner Optionen und die Calls sind generell teurer als die Puts. Wie es zu diesem Effekt kommt und was der Upside Volatility Skew ist, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Warum gibt es den Upside Volatility Skew?

Beim Upside Volatility Skew besteht das Risiko auf der “Oberseite“. Im Falle einer Aktienmarktkorrektur würde die Volatilität (VIX) ansteigen. Da die meisten Marktteilnehmer Long-Aktien halten müssen sie sich gegen eine steigende Volatilität absichern:

Upside Volatility Skew VIX

 

Dies führt dazu, dass die Marktteilnehmer Volatilitäts-Calls eher kaufen und Puts auf Volatilitätsprodukte eher verkaufen und der Preis der Calls ansteigt und der Preis der Puts fällt:

Upside Volatility Skew VXX

 

Die OTM Calls mit gleichem Delta wie die OTM Puts haben eine höhere implizite Volatilität und sind weiter vom aktuellen Kurs des Underlyings entfernt. Dadurch kommt folgender Skew zustande:

Upside Volatility Skew

 

Weitere Informationen findet ihr in diesem Video:

Fazit

In Volatilitätsprodukten, wie beim VIX, VXX oder auch UVXY sind die Calls generell teurer als die Puts. Dies müssten Optionshändler im Hinterkopf behalten, wenn sie Optionen auf die Volatilität verkaufen. Beim klassischen Volatiliäts-shorten kommt der Skew dem Trader zugute, da teure Calls verkauft werden können. Ein Selbstläufer ist dies bei einer Volatilitätsexplosion dennoch nicht.

PS: Neben dem Upside Volatility Skew gibt es auch noch den entgegengesetzten Effekt: den Downside Volatility Skew.


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Über den Autor

Alexander Eichhorn

Alexander Eichhorn verantwortet die strategische Ausrichtung von Eichhorn Coaching und ist seit über zehn Jahren als Trader und Investor tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf langfristigen Investments in Aktien und weiteren Anlageklassen, dem Handel mit der Volatilität sowie der steuerlichen Optimierung von Trading-Aktivitäten – insbesondere im Rahmen von Trading-GmbHs.

CapTrader, einer der führenden Optionsbroker Deutschlands, bezeichnet ihn als „Vola-Papst“ – eine Zuschreibung, die seinen langjährigen Fokus auf den systematischen Handel mit Volatilität widerspiegelt, einem Feld, in dem er zu den wenigen deutschsprachigen Stimmen gehört, die öffentlich nachvollziehbar arbeiten.

Als Autor des Optionsbriefs prägt er die redaktionelle Linie: Marktanalyse, Makroeinordnung, Volatilitätsstrategien und die langfristige Perspektive auf fundamental solide Unternehmen.

Regelmäßige Analysen und Videos erscheinen auf dem Eichhorn Coaching YouTube-Kanal.