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Option vs. Optionsschein

29. März 2018

Immer, wenn ich gefragt werde, welche Produkte ich an der Börse handel, kommt folgende Reaktion: „Ach Optionsscheine, ja habe ich auch schon gehandelt!“ Um ein für alle Mal die Unterschiede zwischen dem Profiwerkzeug Option und dem Privatanlegerprodukt Optionsschein zu klären, gibt es heute einen Blogbeitrag dazu: Option vs. Optionsschein.

 

Die Gemeinsamkeiten

Zuerst gehe ich auf die Punkte ein, die beide Produktarten gemeinsam haben. Sowohl Option als auch Optionsschein sind derivative Instrumente, d. h. der Preis ist von einem anderen Produkt abhängig. Beide Instrumente lassen sich auf verschiedene Produkte (Underlyings) handeln und haben eine bestimmte Restlaufzeit und somit einen Verfallstermin.

Beide Börsenprodukte sind abhängig von verschiedenen Einflussfaktoren wie Delta, Zeitwert und den inneren Wert und lassen sich sowohl als Call (Kaufrecht) und Put (Verkaufsrecht) handeln. Somit kann man mit Option und Optionsschein auf fallende und steigende Kurse setzen.

Und nun zu den Produkten im Einzelnen und ihren Unterschieden.

 

Der Optionsschein

Ein Optionsschein ist im Gegensatz zu einer Option ein von einer Bank oder einem Wertpapierhaus emittiertes Produkt. Es handelt sich um Schuldverschreibungen der emittierenden Bank. Ist das Finanzinstitut insolvent, ist der Optionsschein wertlos, somit besteht ein Insolvenzrisiko.

Optionsscheine sind nicht standardisiert, d. h. jeder Optionsschein unterscheidet sich gravierend, abhängig welches Wertpapierhaus dieses Produkt auflegt. Einen Optionsschein kann man nur kaufen, man kann nicht als Stillhalter agieren. Das heißt nicht, dass man nicht von fallenden Kursen profitieren kann. Dies würde durch den Kauf eines Puts funktionieren. Es lassen sich aber keine Optionsscheine verkaufen, mit denen man von dem Zeitwertverlust und einer Seitwärtsphase profitieren kann.

Kauft man einen Optionsschein handelt man immer gegen das emittierende Institut. Hier stellt sich die Frage, ob noch Optionsscheine aufgelegt werden würden, wenn die Banken damit dauerhaft verlieren würden?

Des Weiteren lassen sich die Produkte nicht wie bei Optionen miteinander kombinieren (Butterfly, Covered-Puts/Calls usw.) Die Liquidität ist ebenfalls oft sehr gering und der Kurs eines Optionsscheins stellt der Emittent, somit ist die Preisstellung auch oft fraglich.

Natürlich lässt sich auch mit Optionsscheinen Geld verdienen. Das Instrument gilt aber eher für Privatanleger und Zocker. Deswegen nun zu dem Profiwerkzeug Optionen.

 

Die Option

Im Gegensatz zu einem Optionsschein, ist eine Option ein offiziell an den Terminbörsen gehandeltes Produkt, das von der Börse selbst aufgelegt wird. Hier ist der Emittent der Verkäufer (Stillhalter) einer Option, nicht eine Bank. Die Liquidität des Stillhalters und des Besitzers einer Option wird durch die Börse anhand der Sicherheitseinlage (Margin) garantiert. Im Zweifel haftet der Broker für Zahlungsschwierigkeiten der Kunden, dies wird er aber rechtzeitig verhindern (Stichwort: Margin Call).

Optionen sind von der Börse standardisiert, d. h. zum Beispiel gibt es nur eine Erdöl-Option mit der Laufzeit X bei dem Strike Y. Dabei erfolgt die Kursstellung durch den Markt und nicht durch den Emittenten. Sollten keine anderen Marktteilnehmer die Kurse manipulieren, was bei der hohen Liquidität oft schwierig ist, sind diese auch stets fair. Man handelt somit auch nicht gegen eine Bank, sondern immer gegen andere Marktteilnehmer. Dass diese den Verlust ausgleichen können, wird durch die Margin garantiert.

Bei Optionen handelt es sich um ein Instrument für professionelle Händler. Mit diesem lassen sich auch die verschiedensten Kombinationsstrategien handeln, da Optionen ein standardisiertes Produkt sind.

 

Option vs. Optionsschein – die Unterschiede auf einen Blick

 

Option vs. Optionsschein

– standardisiert

– Stillhalter ist Emittent

– kein Emittentenrisiko

– Stillhalten möglich

– hohe Liquidität

– faire Preisstellung

– nicht standardisiert

– Emittent ist die Bank

– Emittentenrisiko

– kein Stillhalten möglich

– geringe Liquidität

– Preisstellung fraglich

 

Fazit

Optionsscheine sind nicht standardisierte Börsenprodukte, die nicht kombinierbar sind. Außerdem ist die Liquidität sehr gering und die Preisstellung oft fraglich. Ein Emittentenrisiko besteht ebenfalls. All das sind Gründe weshalb Profis nur mit Optionen handeln. Hier hat man ein standardisiertes Produkt mit einer hohen Liquidität. Anhand vieler Kombinationsmöglichkeiten lassen sich Optionen vielseitig einsetzen. Für mich gibt es deshalb einen klaren Gewinner: Optionen!

 

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Hinweis:

Dieser Beitrag dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Handel mit börsennotierten Wertpapieren kann zum Teil erheblichen Kursschwankungen unterliegen, die zu erheblichen Verlusten bis hin zum Totalverlust führen können. Bei jeder Anlageentscheidung, die Sie aufgrund von Informationen, welche aus Inhalten dieser Seite hervorgehen, treffen, handeln Sie immer eigenverantwortlich, auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Inhalte, wie z.B. Handelssignale und Analysen, beruhen auf sorgfältiger Recherche, welchen Quellen Dritter zugrunde liegen. Diese Quellen werden von dem Autor als vertrauenswürdig und zuverlässig erachtet. Der Autor übernimmt gleichwohl keinerlei Gewährleistung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte und haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Autor: Alexander Eichhorn
Kategorien: Hintergrundwissen, Optionen
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