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Wie kam es zur Optionsellers Pleite?

19. Dezember 2018

Aufgrund einer Preis- und Volatilitätsexplosion in den Erdgas-Futures hat der Vermögensverwalter Optionsellers.com dieses Jahr das gesamte Vermögen der Kunden verloren. Wir betrachten in diesem Blogartikel wie es zur Optionsellers Pleite kam, welche Positionen sie im Depot hatten und welche Lehren wir daraus ziehen können.

 

Das Black-Swan-Ereignis vom 14. November 2018

Der Vermögensverwalter hatte auf die Erdgas-Futures einen Short-Strangle. Beide Strikes waren vor dem Ereignis weit aus dem Geld.

Optionsellers Pleite - Short Strangle
Quelle: Summary and Final Report von Optionsellers.com

Nun kam es am 14. November zu dem Black-Swan-Ereignis und die Preise der Erdgas-Futures explodierten.

Optionsellers Pleite - 14 november
Quelle: Summary and Final Report von Optionsellers.com

Daraufhin stieg die implizite Volatilität von Call-Optionen um über 400%.

Optionsellers Pleite - IV
Quelle: Summary and Final Report von Optionsellers.com

Es lag also ein Black-Swan-Ergebnis vor (hier könnt ihr unseren Blogartikel dazu nochmals nachlesen.)

Unabhängig, ob dieser Trade nun sinnvoll war oder nicht, kann so etwas immer passieren. Kann und werden diese Ereignisse Geld kosten? Ja! Dürfen diese Margin-Calls auslösen und das Konto schrotten? Nein! Wie es bei Optionsellers so weit kommen konnte, zeigt der nächste Abschnitt:

 

Risikomanagement? Leider Fehlanzeige!

Nun möchte ich mich nicht als der Lehrmeister hinstellen und böse mit dem Zeigefinger Richtung Optionsellers zeigen. Ich war ein Fan von ihren Blogbeiträgen und finde ihr Buch nach wie vor für Einsteiger sinnvoll, aber bei der Veröffentlichung der Positionen und deren Größe am Depot bin ich zusammengezuckt:

Optionsellers Pleite - Positionen
Quelle: Summary and Final Report von Optionsellers.com

Bei Positionsgrößen um die 10% vom Portfolio, die mit nackten Calls gehalten werden – da ist eine Pleite früh oder später sicher. Hierfür ist nicht mal ein Black-Swan-Event von Nöten – was ist, wenn sich die Option nur verdreifacht? Außerdem wundert es mich, warum zur Risikominimierung keine Spreads gehalten wurden. Dies hätte vor Margin-Calls bewahrt.

 

Fazit zur Optionsellers Pleite

Wie gesagt, ich möchte weder Schadenfreude verbreiten, noch mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen. Die Pleite von Optionsellers sollte uns aber wieder aufzeigen, dass Risikomanagement das A und O im Handel bleibt. Werden Optionsprämien mit unter 1% vom Konto verkauft und diese eventuell mit Long-Optionen abgesichert, dann verliert man natürlich auch in einem Black-Swan-Event Geld, das Konto ist aber trotzdem niemals gefährdet.

Bleibt noch abzuwarten, wie die Rechtsstreitigkeiten in diesem Fall ausgehen, das Geld ist aber nicht weg – es hat nur jemand anderes. In diesem Sinne: Passt auf euer Geld auf!

 

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Autor: Alexander Eichhorn
Kategorien: Hintergrundwissen
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