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Stillhalterstrategien

Der Verkauf von Optionen, die sogenannten Stillhalterstrategien, werden fast ausschließlich von professionellen Händlern und Fondsmanager betrieben. Anstatt zu versuchen herauszufinden, wohin sich der Markt bewegen wird, wählen Optionsverkäufer ein Preisniveau über oder unter dem Markt und wetten darauf, dass der Markt dieses Niveau nicht erreicht. Dafür erhalten Optionsverkäufer eine Prämie.

Natürlich ist diese Strategie nicht komplett ohne Risiko. Die Gründe, die für uns für den Handel der Stillhalterstrategien sprechen, haben wir in den folgenden Punkten zusammengefasst:

 

» Handeln mit der statistischen Wahrscheinlichkeit

Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Mathematik. Das gilt nicht nur für das Trading, sondern auch in anderen Bereichen des Lebens: Glücksspiel, Sportwetten, Pferderennen und beim Lottospielen. Haben Sie keinen statistischen Vorteil, dann verbrennen Sie dauerhaft Geld, denn die Mathematik ist nicht schlagbar. Jetzt wird der ein oder andere eventuell anführen, dass es doch die Lottogewinner gibt, die Millionen von Euro verdient haben. Natürlich gibt es ein paar Glücksritter, die Masse der Teilnehmer verliert aber permanent Geld.

In Las Vegas an den Roulette-Tischen beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit beim einfachen Spiel 51,4% für das Casino. Bei tausenden von Spielen geben diese 1,4% Vorteil den Ausschlag. Beim Roulette ist dieser Vorteil noch sehr klein, denken Sie nur mal an die Spielautomaten. Was sich aus den statistischen Vorteilen ergibt, sieht man an den riesigen, prunkvollen Hotelanlagen, die Stillhalterstrategien %meist zu einem Casino gehören.

Ähnlich ist es auch bei dem Verkauf von Optionen. Rund 75% der Optionen an den Börsen weltweit verfallen wertlos (Quelle: Studie der CME). Wenn Sie also Optionen kaufen, spielen Sie Lotto. Wenn Sie Optionen verkaufen, sind Sie die Lottogesellschaft. Mit kleinen Anpassungen lässt sich die Wahrscheinlichkeit des wertlosen Verfalles sogar auf bis zu 95% anheben. Wann hatten Sie das letzte Mal solche Quoten?

Außerdem ist der Verkauf von Optionen psychologisch vorteilhaft. Sie haben eine sehr hohe Trefferquote, was gerade für Einsteiger motivierend sein kann.

 

» Die Zeit auf Ihrer Seite

Wenn Sie eine Option verkaufen, zahlt der Käufer der Option eine Prämie für diese Option. Optionen außerhalb des Geldes besitzen an Wert nur die Zeit. Im Laufe der Zeit, wenn alle anderen Variablen konstant bleiben, verliert die Option allmählich ihren Wert. Dies wird Zeitwertverlust genannt und ist einer der Hauptgründe dafür, dass der Verkauf von Optionen so effektiv ist.

 

» Geld verdienen in jeder Marktphase

Ein großer Vorteil bei dem Verkauf von Optionen ist, dass dieser Handelsansatz in nahezu allen Marktphasen effektiv ist. Denn der mathematisch statistische Vorteil setzt sich immer durch. Dies gilt insbesondere für Rohstoffe, bei denen sich einzelne Märkte tendenziell voneinander unabhängig bewegen. Bei einem reinen Aktienportfolio ist so lang alles in Ordnung, bis eine Marktkorrektur oder gleich ein ganzer Bärenmarkt eintritt. Die Marktschwäche wird zwangsläufig dazu führen, dass das Depot eventuell jahrelang im Drawdown ist. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir von einem langfristigen Aktienportfolio abraten. Wir besitzen selbst viele Dividendenaktien und investieren einen Großteil des Vermögens in Aktien. Hier sind wir aber als Investor und nicht als Trader tätig und sind uns dem Umstand bewusst, dass mehrjährige Drawdownphasen der Fall sein können. (Mehr zum Thema Investieren hier)

Als Verkäufer von Rohstoffoptionen haben Sie also die Fähigkeit, in jeder Marktphase erfolgreich zu sein. Das Schreiben von Optionen ist in gierigen Bullenmärkten, langweiligen Seitwärtsphasen und aufgrund der hohen Volatilität erst recht in starken Abverkäufen profitabel.

 

» Diversifikation

Ein Portfolio zum Verkauf von Rohstoffoptionen ist hochdiversifiziert und bietet Freiheiten, welche an den Finanzmärkten selten sind. Sie müssen sich also nicht mehr länger auf die Richtung des Aktienmarktes verlassen, um das Konto wachsen zu lassen. Gründe hierfür sind:

» Rohstoffmärkte korrelieren nicht mit dem Aktienmarkt

Es gibt viele makroökonomische Faktoren, die die Aktienkurse weltweit beeinflussen. Während wirtschaftlichen Krisen lässt sich jahrelang kein Geld mit dem Kauf von Aktien verdienen. Für uns Rohstoffhändler sind Aktien einfach eines von vielen möglichen Produkten, die wir mit Optionen handeln können. Preise von z. B. Silber, Benzin, Sojabohnenmehl oder Baumwolle korrelieren untereinander und mit dem Aktienmarkt in den seltensten Fällen.

» Es lassen sich sowohl Puts als auch Calls verkaufen

Wir haben also nicht nur viele Positionen in verschiedenen Märkten, die nicht miteinander korrelieren, sondern wir auch können mit den verschiedenen Optionstypen Put und Call sowohl Aufwärts-, Seitwärts- und Abwärtstrends handeln. Als Stillhalter muss sich der Kurs des Underlyings nicht in Ihre gewünschte Richtung bewegen. Solange er sich nicht in kurzer Zeit sehr stark gegen die gewünschte Richtung bewegt, verdienen Sie aufgrund des Zeitwertverlusts auch in Seitwärtsphasen oder auch wenn der Kurs leicht gegen Sie läuft Geld!

 

» Überdurchschnittliche Renditen

Der Verkauf von Optionen gilt bei einigen Händlern als „langweilig und langsam“. Gerade bei dem Verkauf von Aktienoptionen können wir diese Aussage sogar verstehen.

Aufgrund der höheren Prämien, der höheren Liquidität, die nicht vorhandene Korrelation mit dem Aktienmarkt und der niedrigeren Margin-Anforderungen verkaufen wir deshalb fast nur Optionen auf die Future-Märkte. Mit diesem Ansatz sind langfristige Renditen von 10-20% der Normalfall, in volatilen Jahren kann die Performance auch um ein Vielfaches höher ausfallen.

 

» Keine Gewinnentscheidungen treffen

Eine der schwierigsten Entscheidungen im Trading ist die Gewinnmitnahme. Beim Verkauf von Optionen sind Sie von dieser Verantwortung befreit, denn mehr als die eingenommene Prämie können Sie nicht verdienen. Wenn der Zeitwert Ihrer Option verfällt, nimmt der Markt automatisch die Gewinne für Sie mit.

Wenn die Option nach Ablauf noch aus dem Geld ist (d.h. sie hat Ihren Ausübungspreis nicht erreicht), wird die gesamte Prämie, für die Sie die Option verkauft haben, auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt schließt sich Ihre Position automatisch. Sie behalten sich jedoch das Recht vor, Ihre verkaufte Option jederzeit vor Ablauf zu schließen – entweder als verlustbegrenzende Maßnahme oder als gewinnbringende Aktion. Oftmals ist es sinnvoller, die Option vor Verfall zu schließen und den Großteil des Gewinns mitzunehmen, denn für den restlichen kleinen Gewinn würde die andauernde Restlaufzeit zu lang sein.

 

» Geringer Zeitaufwand

Optionen tief aus dem Geld bewegen sich in der Regel langsam und erfordern selten große Anpassungen. Das führt dazu, dass der Optionshandel wie wir ihn pflegen, in der Regel nicht sehr zeitaufwändig ist. Normalweise reicht täglich ein kurzer Blick in das Portfolio, manchmal sind dann Anpassungen nötig, manchmal nicht. Generell lässt sich der Verkauf von Optionen sehr gut in den Alltag integrieren, da wir fast ausschließlich an den US-Börsen handeln und diese regulär von 15:30-22:00 Uhr deutscher Zeit geöffnet haben. Dabei spielt es meist keine Rolle, ob beispielsweise um 16:00 Uhr oder um 21:00 Uhr gehandelt wird.

 

» Investieren in offizielle Börsenprodukte

Optionen sind standardisierte Börsenprodukte mit hoher Liquidität und fairer Preisstellung. Im Gegensatz zu Optionsscheinen, bei welchen es sich um eine Schuldverschreibung einer Bank handelt, besteht bei Optionen kein Insolvenzrisiko des Gegenparts. Aufgrund der Standardisierung lassen sich Optionen anhand vieler Kombinationsmöglichkeiten vielseitig einsetzen. (Die Unterschiede zum Optionsschein haben wir bereits in einem Blogbeitrag genauer beleuchtet).

 

» Nicht mehr versuchen die Marktrichtung zu erraten

Beim Aktienkauf oder -verkauf muss der Kurs in die gewünschte Richtung gehen um Geld zu verdienen. Das heißt, es muss nach Ihnen noch weitere Händler geben, die den gleichen Gedanken haben und den Kurs für Sie in die erstrebte Richtung treiben. Beim Verkauf von Optionen weit aus dem Geld hingegen, muss der Kurs nicht in Ihre Richtung gehen. Sie prognostizieren nur wohin der Kurs nicht gehen darf!

Nehmen wir ein Beispiel: Der Erdöl-Future steht bei $50 und wir haben eine bullische Marktmeinung. Wir verkaufen z. B. eine $42 Put-Option und erhalten dafür $300 Prämie. In diesem Fall kann der Markt steigen, gleichbleiben oder sich sogar leicht nach unten bewegen. Solange der Preis nach der Restlaufzeit über $42 ist, werden Sie den vollen Gewinn erzielen.

Als Optionsverkäufer akzeptieren Sie die Tatsache, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen können. Sie befreien sich von dem Bedürfnis, dass sich der Markt in eine bestimmte Richtung bewegen muss. Stattdessen wetten Sie, dass der Markt nicht in eine bestimmte Richtung geht.

 

» Ausnutzen einer hohen Volatilität

Von vielen Händler gefürchtet, von uns geliebt – die Volatilität. Wenn viele Trader häufig ausgestoppt werden und die Kurse wild zappeln, ist das ein perfektes Marktumfeld für uns Optionsverkäufer. Warum? Steigt die sogenannte implizite Volatilität (erwartete Schwankungsbreite), springen die Preise der Optionen an. Da wir Optionen verkaufen, ist dies für uns wünschenswert, denn dann erhalten wir eine höhere Prämie. Normalisiert sich die Volatilität wieder, verlieren die verkauften Optionen an Wert und werden günstiger, was für uns neben dem Zeitwertverlust ein zusätzlicher Faktor für den schnelleren Optionswertverfall ist.

 

 

Wie Sie sehen, gibt es einige gute Gründe, die für den Optionshandel sprechen. Wir unterstützen Sie gerne dabei, wenn Sie die statistische Wahrscheinlichkeit und die Zeit auf Ihrer Seite haben möchten. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wir werden das für Sie bestmögliche Ausbildungsprogramm zusammenstellen. Senden Sie uns dazu eine E-Mail an info@eichhorn-coaching.de oder verwenden Sie unser Kontaktformular.